Warum Sie die Qualitätsprüfungen in den Produktionsprozess integrieren sollten

Warum Sie die Qualitätsprüfungen in den Produktionsprozess integrieren sollten

So schnell wie möglich auf Qualitätsabweichungen zu reagieren senkt die Kosten, den Ausschuss und die Stillstandzeiten. Gliedern Sie daher die Prüfschritte direkt in den Produktionsablauf ein. Wie das konkret machbar ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.


Nach ISO 9001 umfasst die Prüfplanung die folgenden 3 Elemente:

1. In der Prüfplanung nehmen Sie sowohl die Produktmerkmale als auch die Methode auf, mit der Sie diese Merkmale erfassen. Mit dieser Prüfplanung legen Sie die Grundlage für den Prüfauftrag der einzelnen Produkte fest.

2. Für die Datenerfassung messen Sie die Merkmale entsprechend Ihrem Prüfplan.

3. Die erfassten Daten bereiten Sie in der Prüfdatenauswertung so auf, dass Sie entscheiden können, ob die Qualitätsanforderungen erfüllt sind oder nicht. Darüber hinaus nutzen Sie die Auswertung, um den Umfang der Prüfungen anzupassen und Verbesserungen in allen Phasen der Produktentstehung anzustoßen.


Diese 3 Schritte bauen Sie nun direkt in den Produktionsprozess ein.

1. Schritt: Binden Sie den Prüfplan in die Arbeitsvorbereitung ein

Die Beschreibung der Produktgestaltung ist die Eingangsinformation für die Arbeitsvorbereitung. Sie legt das Vorgehen zur Fertigung des Produkts fest. An dieser Stelle beginnt der Prozess der Qualitätsprüfung. Ordnen Sie die Prüfplanung der Arbeitsvorbereitung zu. Mit dem Prüfplan erstellen Sie eine Liste der Prüfmerkmale einschließlich ihrer Toleranzen. In der Konstruktion legen Sie fest, welche Produktmerkmale mit welchen Prüfmitteln in welchem Umfang gemessen werden sollen.

2. Schritt: Formulieren Sie den Prüfauftrag

Wenn der Arbeits- und Prüfplan für ein Produkt zur Verfügung stehen, kann die Produktionsplanung die Fertigung beauftragen. Zum Fertigungsauftrag ergänzen Sie den Prüfauftrag. Die Qualitätsdaten können dann direkt in der Fertigung erfasst werden und als Prüfergebnisse zur Verfügung stehen.

3. Schritt: Leiten Sie die Auswertung direkt an die Produktplanung weiter

Die Prüfergebnisse werden in der zentralen Produktionsdatenauswertung zusammengetragen, um zu entscheiden, ob die Produkte weiterverwendet werden können oder nicht. Doch um die Fehlerquellen im nächsten Produktionsschritt zu berücksichtigen und ständige Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten, übermitteln Sie die Auswertung an die Produktionsplanung.


Integrieren Sie die Qualitätsprüfungsdaten in die ERP-Software

Qualitätsmanagement ist in allen Bereichen des Produktionsprozesses integriert. Daher ist es sinnvoll, dass auch die QM-Software Bestandteil eines Unternehmens-Ressourcen- Planungs-Systems (ERP-Software) ist. Wenn Sie z. B. ein mechanisches Bauteil produzieren, erhält das Produkt in Ihrer Software (wie SAP) eine Materialnummer. So werden alle Vorgänge und Dokumente in der Auftragsabwicklung mit diesem Produkt verknüpft. Beispielsweise wird die Konstruktionszeichnung im System hinterlegt. Daraus können Sie automatisch den Prüfplan erstellen, indem Werte der zu prüfenden Produktmerkmale aus der Zeichnung übertragen werden. Innerhalb des Arbeitsplans ist die Erstellung des Prüfplans nun ein eigener Arbeitsvorgang.

Erst wenn Prüf- und Arbeitsplan vorhanden sind, kann mit der Produktion begonnen werden. Im System wird ein Fertigungsauftrag mit dem zugehörigen Prüfauftrag erstellt. Der Prüfauftrag wird mit einer Fertigungsauftrags- und einer Prüfauftragsnummer identifiziert.

Abschließend geben Sie die Prüfergebnisse manuell oder per Datenübertragung an die Produktionsdatenerfassung. So können Sie automatisch die Auswertung erstellen und die Daten der Produktionsplanung wieder zur Verfügung stellen.

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