Interne Qualitätsaudits nach DIN EN 9001

Interne Qualitätsaudits nach DIN EN 9001

Die *DIN EN ISO 9001* „Qualitätsmanagementsysteme – Anforderungen“ legt fest, dass interne Audits in geplanten Abständen, üblicherweise einmal im Jahr, durchzuführen sind.

*Qualitätsaudits* werden durch Personen durchgeführt, die keine direkte Verantwortung in dem zu auditierenden Bereich haben. Eine Zusammenarbeit mit den entsprechenden Verantwortlichen, das heißt mit Ihnen als Laborleiter, ist aber sinnvoll und oft notwendig. Setzen Sie ein Qualitätsaudit nicht mit „“Überwachung“ oder „Prüfung“ gleich.

Nutzen Sie stattdessen die Chance zur kontinuierlichen Verbesserung von Abläufen und Prozessen in Ihrem Bereich. Interne Qualitätsaudits gelten für alle qualitätsbeeinflussenden Tätigkeiten und Abteilungen. Sie können als System-, Prozess- oder Produktaudits geplant werden.


Übersicht: Interne Qualitätsaudits

Art Ziel und Zweck Grundlagen, Dokumente
Systemaudit Beurteilung der Wirksamkeit aller beschriebenen QS-Maßnahmen in einem Teilbereich oder im gesamten Unternehmen. QM-Handbuch, Normen, z. B. ISO 9001
Prozessaudit Untersuchung und Bewertung der Entstehungsprozesse von Produkten oder Dienstleistungen. Arbeits-, Prozessanweisungen
Produktaudit Stimmen die Produkte mit den Spezifikationen und den Kundenanforderungen überein? Produktspezifikationen, Marktfo

1. Schritt: Die Vorbereitung

Zuerst legt die oberste Leitung fest, welcher Bereich, Abteilung oder auch Prozess Gegenstand des Audits ist und vor allem welche Ziele mit dem Audit verfolgt werden. Anschließend werden die relevanten Anweisungen oder Normen genutzt, um einen Fragekatalog zu erstellen. Das Auditteam wird zusammengestellt und Zuständigkeiten festgehalten. Darüber hinaus werden in der Regel vom Qualitätsmanager der genaue Ablauf und die benötigten Ressourcen geplant.


2. Schritt: Die Durchführung

Das Einführungsgespräch dient vor allem dazu, „das Eis zu brechen“. Sie können durch Ihr Verhalten wesentlich dazu beitragen, eine positive Stimmung zu erzeugen. Halten Sie einwenig Small Talk, seien Sie offen und kommunikativ. Zu Beginn macht sich das Auditteam mit Ihnen als Leitung der zu auditierenden Abteilung bekannt. Folgendes wird dabei besprochen:

# Umfang und Ziele des Audits
# Eingesetzte individuelle Methoden und Verfahren
# Unklarheiten zum Ablauf
# Termine für Zwischen- und Abschlussgespräche

Der Hauptteil des Audits besteht im Sammeln von relevanten Informationen, den Auditnachweisen. Natürlich können in einem Audit nur Stichproben der vorhandenen Informationen gesammelt werden. Mit folgenden Methoden müssen Sie rechnen:

* Begehungen vor Ort im Labor
* Gespräche mit Ihnen als Vorgesetztem und Ihren Mitarbeitern
* Sichtung von Unterlagen, z. B. Laborbüchern

Die gesammelten Informationen werden meist schon während der Datenerhebung anhand der zuvor festgelegten Auditkriterien bewertet.


3. Schritt: Das Abschlussgespräch

Bei dem abschließenden Gespräch werden alle Punkte kurz zusammengefasst. Der Auditor zeigt auf, wo Defizite und Verbesserungspotenziale vorliegen. Es sollte ein Konsens angestrebt werden. Die festgelegten Folgemaßnahmen müssen von Ihnen als Leitung des auditierten Bereichs sichergestellt werden. Es werden die dazu benötigten Mittel und Fristen festgelegt. Im Falle schwerer Abweichungen kann auch ein eigenes Nachaudit festgelegt werden, welches die Korrekturmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.


4. Schritt: Der Auditbericht und die Dokumentation

Die Auditdokumentation soll alle Unterlagen, die bei der Auditvorbereitung herangezogen wurden, sowie Auditbericht und Maßnahmenplan beinhalten. Im Auditbericht sind angeführt:

* Namen der Auditierten
* Datum, Umfang und Ziele des Audits
* Auditleiter und Mitglieder des Auditteams
* Checkliste oder Fragebogen
* Ergebnisse des Audits und mögliche Abweichungen
* Referenzdokumente (z. B. QM-Handbuch)

Nehmen Sie Ihren Mitarbeitern die „Prüfungsangst“ und wecken Sie stattdessen den Ehrgeiz mit dem Ziel: das nächste Audit ohne Abweichungen.

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