Das Takeda-Prinzip: Setzen Sie 2010 auf Kundenbindung durch Qualität in der Produktion (QiP)

Das Takeda-Prinzip: Setzen Sie 2010 auf Kundenbindung durch Qualität in der Produktion (QiP)

Qualitätskontrolle kann keine Fehler verhindern. Hitoshi Takeda sieht den Schlüssel bei verantwortungsbewussten Mitarbeitern. Seine 6 Leitsätze werden auch in Ihrem Betrieb die Qualität weiter verbessern, indem sie tieferliegende Fehlerursachen aufdecken.

Kennen Sie diese Vorgehensweise zur Qualitätssicherung? In der Herstellung bearbeitet ein Mitarbeiter das Produkt Schritt für Schritt und *am Ende prüft jemand das Ergebnis*. Findet er einen Fehler, schickt er es zur Nachbearbeitung. Doch: Durch das *Prüfen kann das Entstehen von Fehlern nicht verhindert werden*.

Von der ergebnis- zur ursachenorientierten Qualitätssteuerung

Sie messen Fehlerraten in Histogrammen, werten Statistiken aus und benennen Kennzahlen zur Qualitätsverbesserung. Obwohl diese Qualitätswerkzeuge sehr wichtig sind, verändert sich das Qualitätsniveau in vielen Unternehmen dadurch nur wenig. Fehler werden nachgearbeitet, aber die Ursachen nicht ausreichend erforscht. Verschieben Sie daher den Schwerpunkt der Qualitätsverbesserung von der Fehlernachbearbeitung auf die Forschung nach den jeweiligen Ursachen.

Enge Zusammenarbeit von Arbeitsvorbereitung und Produktion

Im Allgemeinen schaffen die Mitarbeiter in der Arbeitsvorbereitung die Voraussetzungen zur Sicherung der Qualität, indem sie die gewünschten Kundenspezifikationen für die Produktionspapiere zusammenstellen. Allerdings ist es enorm schwierig, in diesem frühen Stadium tatsächlich alle Gutteilbedingungen zu klären und festzulegen. In Zusammenarbeit mit dem Produktionsbereich kann oft besser entschieden werden, *unter welchen Bedingungen ein einwandfreies Produkt entsteht*. Vor Beginn der Serienfertigung führen die Produktionsmitarbeiter ausgiebige Versuche durch, um instabile Bedingungen zu kontrollieren. Wenn Sie einen Prototypen in die Serienproduktion geben, erkennen die Mitarbeiter in der Produktion in der Regel ganz schnell, wo die Risiken für die Qualität liegen. Mithilfe der 5-M-Methode können Mitarbeiter aus Arbeitsvorbereitung und Produktion in der Regel schnell alle relevanten Qualitätsfaktoren zusammenstellen.

QiP: Nur Gutteile werden an den nächsten Arbeitsprozess weitergegeben

Qualität im Prozess zu erzeugen bedeutet: In jedem einzelnen Fertigungsprozess werden die exakten Anforderungen aus der Konstruktionszeichnung oder der Arbeitsvorbereitung präzise auf das Material übertragen. Sie *lassen nach jedem Produktionsschritt prüfen, dass tatsächlich nur Gutteile an den nächstgelagerten Prozess weitergegeben* werden. So hat jeder Mitarbeiter in der Fertigung sofort eine Rückmeldung, wenn er etwas verbessern muss. Durch diese Art der Produktion kann die Fehlerrate laut Takeda auf eine Quote von 0,1 bis 0,01 Promille (100-10 ppm) gesenkt werden.

QiP setzt auf die Eigenständigkeit der Mitarbeiter

Nur die Mitarbeiter, die tatsächlich jeden Tag die Fertigung durchführen, können entscheiden, *welche Bedingungen für eine einwandfreie Qualität sorgen*. Daher legen die Produktionsteams die Arbeitsstandards fest, um die alltägliche Produktion selbstständig zu steuern und zu verbessern. Ständige Verbesserungsaktivitäten steigern die Fähigkeit der Mitarbeiter, Probleme gleich vor Ort zu lösen. Weiterbildung, autonome Instandhaltung und Just-in-time-Produktion unterstützen die Mitarbeiter in dieser Aufgabe.

Tabelle: 5-M-Methode zur systematischen Ursachenforschung für die Qualitätsverbesserung
Material

In welcher Qualität muss das Material angeliefert werden, welche Qualität muss der vorgelagerte Arbeitsprozess liefern?

Mitarbeiter

Durch standardisierte Arbeitsprozesse können Mitarbeiter in verschiedenen

Arbeitsschritten eingesetzt werden. Der Wechsel der Perspektive stärkt das Qualitätsbewusstsein.

Maschinen

Welche Maschinen, Hilfsmittel, Vorrichtungen und Werkzeuge sind für das präzise Arbeiten notwendig?

Methoden Welche Arbeitsweise, Arbeitsabfolge und Fertigungsbedingungen unterstützen die Qualität im Prozess?
Mitwelt Wie beeinflussen Sauberkeit, Temperatur, Licht, Lärm und Luftqualität die Arbeitsergebnisse?

6 Leitsätze der QiP-Produktion

Der Aufbau einer Produkterzeugung nach *dem QiP-Prinzip erfordert eine neue Denkweise* für das gesamte Unternehmen: Statt so viel zu produzieren wie möglich, produzieren Sie das, was Sie aktuell auch wirklich verkaufen (Just-in-time-Produktion). Konzentrieren Sie sich daher auf die 6 Leitsätze der QiP-Produktion (siehe Tabelle *6 Leitsätze für die QiP-Produktion*).

6 Leitsätze für die Qip-Produktion

Grundsätze der Massenproduktion und

traditionellen Qualitätsüberwachung

Leitsätze der QiP-Produktion
Die Qualität wird am Ende durch eine Qualitätsprüfung gewährleistet.

1. Jeder Mitarbeiter in der Produktion kontrolliert, ob er nur Teile weitergibt, die festgelegten Qualitätsbedingungen entsprechen.

Arbeitsteilung soll die Effizienz der Produktion erhöhen. 2. Die Verbindung zwischen den einzelnen Fertigungsschritten sorgt für einen besseren Arbeitsfluss.
Die Arbeitsauslastung wird erhöht, die Produktion fertigt so viel wie möglich. 3. Sie produzieren nur das, was Sie aktuell verkaufen.
Sie fertigen in wirtschaftlich optimalen Losen, d. h. hohe Stückzahlen senken die Einzelkosten. 4. Sie produzieren in Kleinlosen, weil so die Durchlaufzeiten der gesamten Fertigung niedriger sind und auf Qualitätsmängel schnell reagiert wird.
Das Management ist mit Verbesserungsprozessen beschäftigt und behebt kurzzeitig Störungen. 5. Alle Mitarbeiter sind täglich in Verbesserungsaktivitäten eingebunden und beheben Störungen selbstständig.
Das Management kann sich auf langfristige Ziele konzentrieren. Der Kern der Produktion sind die Maschinen. 6. Die Produktion wird durch die Mitarbeiter und die tatsächlichen Tätigkeiten vor Ort gesteuert.

Kundenbindung durch mehr Wettbewerbsfähigkeit

Unterscheiden Sie die 3 Kriterien:

Geringe Fehlerquoten garantieren die Qualität.Eine hohe Produktivität in der Entwicklung, der Arbeitsvorbereitung und der Produktion *senkt Ihre Kosten*.Ihre Liefertreue steigt durch kurze Durchlaufzeiten in der Entwicklung und Produktion.

Diese 3 Faktoren stellen Sie dadurch sicher, dass Ihre Mitarbeiter selbstständig vor Ort Standards für ihre Arbeitsprozesse schaffen. Das tägliche Bemühen am Arbeitsplatz, die Bedingungen zu schaffen, um einwandfreie Produkte zu erzeugen, erweitert das Produktionswissen, mit dem Sie Ihren Kunden immer neue und innovative Lösungen anbieten können. So nähern Sie sich auch dem Ziel, Produkte herzustellen, die in ihrer hervorragenden Qualität vom Wettbewerber nicht kopierbar sind.

* **Selbstverständlich können Sie den Spezial-Report auch unabhängig von einer Newsletter-Anmeldung anfordern. Schreiben Sie uns dazu bitte eine kurze E-Mail mit Link zu dieser Seite.

Copyright © 2019 Produktionsportal. Impressum | Datenschutz