Unterscheiden Sie diese Konfliktursachen und Konfliktarten

Unterscheiden Sie diese Konfliktursachen und Konfliktarten

Eigentlich sollte es in einem gut vorbereiteten und gut geführten Projekt nicht zu Konflikten kommen, wenn alle Betroffenen den Nutzen des Projektes einsehen,alle Beteiligten sich gut verstehen,die Entscheidungsprozesse akzeptiert sind,ausreichend Ressourcen verfügbar sind,die Informationsflüsse perfekt laufen.

Die Praxis sieht jedoch oft leider ganz anders aus.

Mit diesen Konfliktursachen sollten Sie rechnen

Für Konflikte in Projekten gibt es immer wieder Ursachen:

Uneinigkeit bezüglich des Projektziels

Technische oder organisatorische Ergebnisse werden für verschiedene Parteien entwickelt, die sich dann aber auf keine Lösung einigen können.

Es soll ein für alle Betriebsniederlassungen einheitliches Bestellwesen eingeführt werden. Bisher hat jede Niederlassung ihre Individuallösung und jede will alle gewohnten Funktionen wie bisher im Neuen wiederfinden. Teilweise schließen sich diese jedoch gegenseitig aus.

Rivalität um Ressourcen

Für Ihr Projekt brauchen Sie Mitarbeiter und andere Ressourcen von den Linienchefs. Diese haben jedoch selbst wichtige Aufgaben zu erledigen und erklären, dass sie keine Mitarbeiter freigeben können.

Unterschiede in Expertenmeinungen

In Ihrem Team arbeiten Fachleute mit unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen. Was der eine für die optimale Vorgehensweise hält, erscheint dem Kollegen als falsch.

„Chemieprobleme“ im Team

Im Team treffen oft ganz unterschiedliche Temperamente, Charaktere und persönliche Interessen aufeinander. Der quirlige Vielredner nervt den Kollegen, der Ruhe für Konzentration braucht. Der Ordnungsliebende ärgert sich über den, der „kreatives Chaos“ braucht. Außerdem rivalisieren die Mitarbeiter um interessante Aufgaben und individuelle Karrierechancen durch das Projekt.

Widerstand gegen das Neue

Die vom Projekt Betroffenen wehren sich gegen die geplanten Veränderungen.

Das Projekt soll Prozessmanagement einführen. Das bedeutet für die Mitarbeiter neue Aufgabenverteilungen. Manche tun sich schwer damit, umzulernen und gewohnte Routinen aufzugeben.

Diese Konfliktarten können Ihnen begegnen

Zielkonflikte

Bei mehreren Auftraggebern oder Betroffenen besteht oft Uneinigkeiten darüber, wie das Projektergebnis im Detail aussehen soll. Manchmal sind sie sich auch nur über die Prioritäten uneinig: Eine Partei will perfekte Qualität und akzeptiert dafür höhere Kosten und eine längere Projektzeit. Die andere Partei dagegen will das Ergebnis lieber schnell und günstig, selbst wenn es nicht so ganz perfekt ist.

Bei Zielkonflikten sollten Sie auf jeden Fall den Auftraggeber, Ihren Chef oder das Management einschalten!

Prioritätenkonflikte

Sie brauchen für Ihr Projekt eine Ressource, die gleichzeitig auch von einem anderen Projektleiter oder einer Linienführungskraft gefordert wird.
In diesem Fall muss das Management die Priorität festlegen, wer vorrangig die Ressource nutzen darf.

Sachkonflikte

In Ihrem Projekt streiten sich die Experten über die richtige Vorgehensweise, die richtige Methode oder über sonstige Sachthemen.

Zunächst sollen die Experten die Sache gründlich ausdiskutieren. Wenn sie sich gar nicht einigen können, müssen Sie als Projektleiter letztlich eine Entscheidung herbeiführen.

Beziehungskonflikte

Beziehungskonflikte entstehen aus den unterschiedlichen Persönlichkeiten. Verschiedene Temperamente, Arbeitsstile oder Verhaltensweisen können nerven.

Um Beziehungskonflikte im Projektteam müssen Sie sich kümmern. Manchmal reicht ein Appell an mehr Toleranz. Manchmal ist ein Kritikgespräch mit einer „Nervensäge“ fällig. Manchmal ist es das Beste, die Beteiligten räumlich zu trennen, um unnötige Reibungspunkte aus der Welt zu schaffen.

Prozedurenkonflikte

Diese Konflikte entstehen durch die Art der Zusammenarbeit. Schlechte Informationsflüsse verursachen Missverständnisse. Doppelarbeiten oder Lücken ergeben sich aus unklaren Delegationen. Die Folge sind Stress, Ärger und Motivationsverlust.

Prozedurenkonflikte lösen Sie mit Ihrem Team gemeinsam. Reflektieren Sie regelmäßig: „Was hilft uns, gut zusammenzuarbeiten? Was sollten wir anders regeln?“

Widerstände gegen das Projekt

Widerstand kann sachlich begründet sein, wenn die Betroffenen eine andere Lösung für besser halten oder wenn sie tatsächlich Nachteile durch das Projekt erleben. Widerstände können jedoch auch emotional begründet sein, weil Betroffene sich übergangen fühlen oder Ängste vor dem Neuen haben.
Widerständen beugen Sie dadurch vor, dass Sie die Betroffenen mit einbinden. Greifen Sie Ideen und Wünsche auf. Geben Sie ausreichend Zeit, langsam mit den Veränderungen vertraut zu werden.

Die 4 Säulen des Konfliktmanagements

Ihr Konfliktmanagement beginnt nicht erst, wenn ein Konflikt offen ausgebrochen ist.

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Die Aufgaben Ihres Konfliktmanagements sind:

Antizipieren

Sie erkennen vorab mögliche Konfliktpotenziale.

Vorbeugen

Sie planen und strukturieren so, dass vermeidbare Konflikte erst gar nicht auftreten.

Beobachten

Sie achten im Projektverlauf auf Signale für sich anbahnende Konflikte.

Lösen

Sie lösen offene Konflikte oder Probleme, die sich zu Konflikten ausweiten könnten.

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