Diese 5 Phasen des DMAIC-Zyklus führen Ihr Projekt „Prozessverbesserung“ zum Erfolg

DMAIC-Zyklus, Projekt, Prozessverbesserung

Der DMAIC-Zyklus basiert auf klassischen Methoden des Projektmanagements und der Regelkreis-Methodik. Sie setzen ihn dann ein, wenn Sie in Ihrem Labor bereits bestehende Prozesse messbar machen und sie nachhaltig verbessern wollen.

Diese 5 Projektphasen durchläuft Ihr Verbesserungsprozess

1: Define (Definieren)

In dieser Phase identifizieren Sie zunächst den zu verbessernden Pro- zess. Anschließend dokumentieren und beschreiben Sie das Problem. Dazu benutzen Sie am besten eine Projektcharta, in der Sie folgende Sachverhalte beschreiben:

* gewünschter Zielzustand,

* vermutete Ursachen für die derzeitige Abweichung sowie

* Projektbeschreibung (zeitliche und personelle Ressourcen).

Neben der Projektcharta können Sie weitere Werkzeuge verwenden.
Das SIPOC-Diagramm (= Supplier, Input, Process, Output, Customer) hilft Ihnen beisbielsweise, ähnlich wie ein Flowchart, den Prozess darzu- stellen, um ein besseres Verständnis zu bekommen, was innerhalb des Prozesses geschieht. Dabei haben Sie auch die Möglichkeit, Kunden- anforderungen an den Output des Prozesses sowie dessen Anfor- derungen an die Inputs zu formulieren.

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In 7 Schritten erstellen Sie Ihr SIPOC-Diagramm

1. Erstellen Sie eine Diagramm-Vorlage, und lassen Sie darin Ihre Mitarbeiter die Ergänzungen vornehmen, die Sie anschließend zusammenführen müssen (Schritt 7).

2. Bilden Sie den Prozess in 4 bis 5 Stufen ab.

3. Ermitteln Sie die Outputs dieses Prozesses.

4. Ermitteln Sie die Kunden, die den Output des Prozesses erhalten.

5. Bestimmen Sie die Inputs, damit der Prozess reibungslos ablaufen kann.

6. Legen Sie die Zulieferer fest, die Sie zur Unterstützung des Prozess benötigen.

7. Erörtern Sie mit Ihrem Team die ausgearbeiteten Prozesse.

Mit dem CTQ-Baum (= Critical to Quality) beschreiben Sie, welche messbaren kritischen Parameter qualitätsbestimmend sind.

Die VoC-Methode (= Voice of the Customer) ermöglicht Ihnen, von einem verbalen Kundenproblem (z. B. Durchlaufzeit der Proben ist zu lange) auf konkrete Zielgrößen zur Eliminierung des Problems zu schließen (->Personalmangel im Labor).

2: Measure (Messen)

In dieser Phase müssen Sie ermitteln, wie gut der Prozess wirklich die bestehenden Kundenanforderungen erfüllt. Dies beinhaltet eine Prozess-fähigkeitsuntersuchung für jedes relevante Qualitätsmerkmal. Dabei hilft Ihnen eine Prozessvisualisierung mittels Process Mapping und eine statistische Datenerhebungs- bzw. Versuchsplanung.

Zur Sicherung der Messmittelfähigkeit verwenden Sie in Six Sigma die so genannte Messsystemanalyse (= Measurement System Analysis, MSA).

Als Ergebnis dieser Phase erhalten Sie ein auf realen Fakten basierendes Verständnis für die zu verbessernde Situation.

3: Analyse (Analysieren)

In der Analysephase finden Sie die Ursachen dafür heraus, warum der Prozess in Ihrem Labor die Kundenanforderungen heute noch nicht im gewünschten Umfang erfüllt. Dazu müssen Sie Prozess- sowie Daten- analysen (Streuung) durchführen. Bei der Datenanalyse werten Sie die in der vorigen Phase erhobenen Prozess- oder Versuchsdaten unter Einsatz statistischer Verfahren aus, um die wesentlichen Streuungsquellen zu identifizieren und die Grundursachen des Problems zu erkennen.

4: Improve (Verbessern)

Nach der Analyse müssen Sie die Prozesse verbessern, planen, testen und schließlich einführen. Hier werden Werkzeuge angewandt, die auch außerhalb von Six Sigma weit verbreitet sind:

* Brainstorming und andere kreative Techniken zur Erzeugung von Lösungsideen

* FMEA (= Failure Mode and Effects Analysis) zur Aufdeckung potenzieller Schwachstellen

5: Control (Kontrollieren)

Nun müssen Sie dafür sorgen, dass die Optimierungen und Methoden-verbesserungen in Ihrem Labor auch beibehalten werden. Dazu müssen Sie im laufenden Prozess Referenzmessungen, gekoppelt an einen Kontrollplan, durchführen.

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