Wie Sie Beschaffungskosten für Ihre Kunden reduzieren

Wie Sie Beschaffungskosten für Ihre Kunden reduzieren

Wenn Ihre Kunden Programme zur Kostensenkung erwähnen, werden Sie wahrscheinlich schnell hellhörig. Jetzt stehen alle Einkaufspreise auf dem Prüfstand! Besonders als Zulieferer, beispielsweise in der Automobil- oder Luftfahrtbranche, geraten Sie unter Preisdruck.

Doch bevor Ihr Kunde Sie zu einer Preisverhandlung einlädt, entwickeln Sie ein Konzept zur wirkungsvollen Kosteneinsparung beim Kunden.

Gemeinsam schlankere Prozesse suchen

Statt miteinander um Konditionen zu feilschen, suchen Sie nach neuen Wegen in der Kostensenkung. Sie überzeugen Ihren Gesprächspartner davon, dass nicht der Einkaufspreis der größte Kostentreiber ist, sondern die gesamten Beschaffungskosten inklusive Bestellung, Logistik, Qualitätskontrolle und Warenlagerung.

Beschließen Sie ein Pilotprojekt mit dem Ziel, dass Ihre Produkte zu geringeren Kosten zur Weiterverarbeitung bei Ihrem Kunden gelangen, ohne dass Sie den Warenpreis senken.

Neues Logistik-Konzept für den Flugzeugbau

Das Unternehmen Korrodin stellt mechanische Verbindungselemente, Federn und Elektroarmaturen her und ist Zulieferer der Diehl Aerospace GmbH. Dieser Kunde wiederum beliefert die Flugzeugindustrie mit Modulen und war selber unter Preisdruck seiner eigenen Kunden geraten.

Für ihr Konzept zur Kostensenkung für Kunden wurde Korrodin Preisträger des Win-win-Cups. Diese Auszeichnung wird jährlich für die beste Kunden-Lieferanten-Beziehung vom VDI und der Zeitschrift „Absatzwirtschaft” verliehen.

Nach Umsetzung ihres Logistik-Konzepts konnte die Zahl der Lieferanten reduziert und der Warenfluss gebündelt werden. Neben Kosteneinsparungen vereinfachte dies auch die Qualitätssicherung für Diehl erheblich. Darüber hinaus hat das Verfahren auch die Zusammenführung zweier Produktions-Standorte entscheidend unterstützt.

Finden Sie die wahren Kostentreiber heraus

Bestellprozess

Untersuchen Sie alle Schritte der Beschaffungskette Ihres Kunden und überlegen Sie, an welchen Stellen der Prozess schlanker organisiert werden kann. Oft ist beispielsweise der Bestellvorgang im Unternehmen zu aufwändig: Die Produktionsstätten geben den Bedarf an die Einkaufsabteilungen weiter, die eine zentrale Bestellung aufgeben. Diese wird von der zentralen Auftragsannahme bei Ihnen an die einzelnen Produktionsbereiche in Ihrem Unternehmen weitergeleitet.

Mit Hilfe einer automatisierten Disposition steht Ihre Fachabteilung in direktem Kontakt mit den betroffenen Abteilungen Ihres Kunden. So können Sie genau die passenden Mengen dann ausliefern, wenn Ihr Kunde sie benötigt.

Korrodin setzte zu diesem Zweck ein IT-gestütztes Laufkartensystem ein, das die Materialentnahmen direkt bei Korrodin meldet. Damit entfallen beim Kunden Diehl das kostenintensive zentrale Materiallager und die Verteilung der Bestellungen an die einzelnen Arbeitsplätze.

Kapitalkosten

Ihrem Kunden entstehen oft hohe Kapitalkosten, wenn große Mengen an Zuliefererteilen auf Vorrat gelagert werden. Dafür gibt es eine kostensparende Alternative:

Schlagen Sie Ihrem Kunden vor, das Materiallager in einen so genannten Konsignationsbestand zu verwandeln. Dies bedeutet, dass der Warenbestand bis zum Verbrauch in Ihrem Besitz bleibt. Sie verrechnen nur, was Ihr Kunde für die Produktion tatsächlich entnommen hat. Sie gehen dadurch zwar in Vorleistung. Das lohnt sich aber, wenn Sie dafür Ihre Preise nicht senken müssen.

Korrodin bot sogar eine weitere Vereinfachung bei der Abrechnung an, die Prozess- und Kapitalkosten sparte. Sie belasten das Konto Ihres Kunden lediglich am Ende des Monats für alle verarbeiteten Produkte in diesem Zeitraum.

Qualitätskontrolle

Die Prüfung der eingehenden Waren beim Wareneingang zählt ebenfalls zu den Kostentreibern des Beschaffungsprozesses. Korrodin gelang es, seinen Warenausgang in den Prozess der Qualitätskontrolle bei Diehl einzubinden, was zu erheblichen Einsparungen bei Diehl führte. Eine Barcode-Etikettierung der Lieferung vereinfachte darüber hinaus den Wareneingang.

Mit diesen Maßnahmen gelang es Diehl, seine Beschaffungskosten innerhalb von 2 Jahren um 37 % zu reduzieren. Die Vertriebspreise konnten so stabil bleiben.

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