Weiche Kennzahlen beim KVP: Nicht alles, was zählt, ist zählbar

Weiche Kennzahlen beim KVP: Nicht alles, was zählt, ist zählbar

Kennzahlen sind ein wichtiges Instrument des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses im QM. Doch wenn Sie lediglich die harten Kennzahlen wie Nacharbeitszeit pro Stückzahl messen, betrachten Sie nur einen kleinen Teil der nötigen Informationen.


So unterscheiden Sie harte und weiche Kennzahlen

Eine weiche Kennzahl ist eine qualitative Information, welche z. B. als Ergebnis einer Befragung auf subjektiver Einschätzung beruht. Eine harte Kennzahl wird dagegen quantitativ gemessen.


Warum weiche Kennzahlen wichtig sind

Der subjektive Eindruck von Geschäftspartnern und Mitarbeitern prägt den Erfolg Ihres Unternehmens erheblich. Neben Zahlen, Daten und Fakten ist es darum wichtig, dass Sie und die Geschäftsleitung beobachten und messen können, wie sich das individuelle Erleben der beteiligten Personen durch QM-Maßnahmen verändert. Natürlich können Sie es nicht jedem recht machen. Daher werden subjektive Eindrücke mit statistischen Verfahren ausgewertet. Weiche Kennzahlen liefern Ihnen dabei die wichtigen Trends.

*harte vs. weiche Kennzahlen*

Die Kompetenz von Mitarbeitern im Unternehmen kann indirekt durch harte Kennzahlen (z. B. Anzahl fachlicher Anfragen von Kollegen/Partnern) oder durch weiche Kennzahlen (z. B. durch eine direkte Befragung der Kollegen/ Partner) gemessen werden.


4 Wirkungsebenen in der subjektiven Veränderung

Beziehen Sie die Fragen nach subjektiven Bewertungen immer auf ein konkretes Verhalten. Diese Verhaltensweisen und die dazugehörigen weichen Kennzahlen lassen sich in 4 Ebenen einteilen, je nachdem, auf welches Ziel Ihre QM-Maßnahme abzielt:

# *Reaktion:* Akzeptanz/Zufriedenheit wie „nehmen teil und sind zufrieden“, „mehr als 85 % der Produktionsmitarbeiter nehmen sich Zeit und ,opfern‘ einen Samstag für das Thema“.
# *Lernerfolg:* „Mitarbeiter kennen ihre Aufgabe, bestimmte Vorgehensweisen“, „…beherrschen die Vorgehensweisen“ etc.
# *Verhalten am Arbeitsplatz:* „Teilnehmer nutzen die Techniken im Alltag“, „beziehen Mitarbeiter früher ein und informieren besser“, „sprechen früher kritische Situationen an“.
# *Nutzen/Effektstärke:* „Motivation der Mitarbeiter steigt“, „Klärungsstelle wird weniger genutzt“.

Überlegen Sie, welchen Bereich Sie mit Ihrer Maßnahme verändern wollen. Überlegen Sie dazu Fragen, die zeigen, ob sich das Verhalten in diesem Bereich wirklich verändert hat. Die Ergebnisse dieser Fragebögen können Sie dann statistisch auswerten.

* **Selbstverständlich können Sie den Spezial-Report auch unabhängig von einer Newsletter-Anmeldung anfordern. Schreiben Sie uns dazu bitte eine kurze E-Mail mit Link zu dieser Seite.

Copyright © 2019 Produktionsportal. Impressum | Datenschutz