Vereinfachen und verschlanken Sie Ihr Ersatzteillager mit einer Risikoanalyse

Vereinfachen und verschlanken Sie Ihr Ersatzteillager mit einer Risikoanalyse

Ein großer Vorrat an Ersatzteilen bindet Kapital und kostet wertvollen Platz. Beide Nachteile können Sie vermeiden, indem Sie betrachten, was Sie wirklich brauchen. Dann optimieren Sie die Bestände, ohne Maschinenstillstände zu riskieren.

Bei dem Thema Lagerhaltung sind Sie als Betriebsleiter hin- und hergerissen. Einerseits bindet ein zu großes Lager auch zu viele finanzielle Mittel. Andererseits müssen Sie bei einem Ausfall einer Maschine auch sofort reagieren und die Reparatur einleiten können – ansonsten entstehen hohe Kosten durch Stillstandszeiten. Die Lösung für dieses Dilemma kann nur heißen: Sie müssen einen Mittelweg finden, der es Ihnen erlaubt, im Störungsfall schnell zu reagieren, mit dem Sie gleichzeitig aber nicht allzu viel Kapital binden. Um diesen zu finden, bietet sich die Risikoanalyse an, denn sie hilft Ihnen bei der Beantwortung von 3 zentralen Fragenkomplexen:

*1. Risikoidentifizierung:* Welche Teile können zu einem Defekt und einem damit verbundenen Ausfall führen?

*2. Risikobewertung:* Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dieses Defekts und wie wirkt er sich aus?

*3. Risikomanagement:* Welche Gegenmaßnahmen können Sie ergreifen? Wie reagieren Sie auf das identifizierte Risiko?


1. Schritt: So erkennen Sie mögliche Risikofaktoren

Gerade bei neuen Anlagen ist es für Sie sehr schwer, eine Aussage über mögliche Ausfälle zu treffen. Hier hilft ein offenes Gespräch mit dem Hersteller. Er wird natürlich nicht gern bekannte Risikopotenziale zugeben. Sprechen Sie ihn deshalb gezielt auf die Auswirkungen möglicher Fehlbedienungen und Überlastungen an, wie sie in der Praxis durchaus vorkommen können. Unter diesen Voraussetzungen kann er mögliche Probleme benennen, ohne sein Gesicht zu verlieren.

Analysieren Sie die Ursachen für Verschleiß Erhöhte Belastungsmomente, die bei der Konstruktion nicht in vollem Umfang berücksichtigt wurden, führen zu Verschleiß oder Ausfall. Ist die Maschine oder sind Teile davon den folgenden Faktoren in hohem Maß ausgesetzt, dann besteht hier ein Risikofaktor:
* Druck
* Temperatur
* Reibung
* Torsion
* Biegung
* Feuchtigkeit
* Schmutz

Vergleichen Sie ähnliche Anlagen miteinander Viele Abläufe auch in unterschiedlichen Maschinen und Anlagen sind sehr ähnlich und lassen einen Vergleich zu.

Keilriemen mit vergleichbarer Dimensionierung und einer ähnlich hohen Belastung stellen in allen Maschinen ein ähnliches Risikopotenzial dar.

2. Schritt: Analysieren und bewerten Sie das Risiko

Nachdem Sie ein Risiko identifiziert haben, untersuchen Sie die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkungen z. B. mit der FMEA-Methode. Manche Risiken können eine sehr hohe Eintrittswahrscheinlichkeit haben und zu gravierenden Problemen führen. Wenn Sie diese im Vorfeld erkennen können, ist die Gefahr jedoch fast gebannt (siehe Tabelle unten).


3. Schritt: Integrieren Sie die Erkenntnisse in Ihr Ersatzteilmanagement

Nach dem 2. Schritt verfügen Sie über eine Einstufung der Gefährlichkeit aller Risiken. Hieraus lassen sich in Bezug auf das Ersatzteilmanagement unterschiedliche Kategorien ableiten. Hinweis: In der Kategorie 0 und 2 gibt es mehrere Konstellationen, die zum gleichen Ergebnis führen. Das hängt von der jeweiligen Situation in Ihrem Betrieb ab.

Die Tabelle ist für eine erste Einteilung sehr hilfreich. Sie sollten aber weitere Maßnahmen in Betracht ziehen, um die Lagerhaltung zu optimieren. Gleichen Sie z. B. alle Maschinen und Anlagen auf identische Ersatzteile ab. Häufig werden diese Teile im Lager mehrfach vorgehalten, weil die Teile-Nummern der Hersteller nicht identisch sind.

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