Traceability in 5 Schritten: Mit dieser Methode lokalisieren Sie Produktionsfehler eindeutig

Traceability in 5 Schritten: Mit dieser Methode lokalisieren Sie Produktionsfehler eindeutig

Rückrufe sind ein Alptraum für jeden Betrieb. Im Falle eines Produktionsfehlers kommt es daher darauf an, die Ursache so schnell, einfach und eindeutig wie möglich zu finden. Eine lückenlose Kennzeichnung aller Teile hilft Ihnen dabei.

Vor wenigen Wochen musste Toyota europaweit 1,8 Mio. Fahrzeuge wegen eines Defekts am Gaspedal zurückrufen. Die geschätzten Gesamtkosten für die durchgeführte Rückrufaktion liegen im 3-stelligen Millionenbereich. Erst im vergangenen Jahr hatte der Autokonzern bereits Fahrzeuge wegen loser Fußmatten zurückrufen müssen.

Nicht nur Ihnen als Betriebsleiter ist es unverständlich, warum es noch zu Produktrückrufen in solch großem Stil kommen kann. Schließlich setzen viele Unternehmen mittlerweile auf die Rückverfolgbarkeit aller Bauteile, auch bekannt unter Traceability. Die Idee dahinter: Alle Produkte sind ohne Einschränkung lückenlos rückverfolgbar. Jeder Fertigungsschritt, der während der Herstellung oder Montage durchlaufen wurde, ist umfassend dokumentiert und kann zurückverfolgt werden.

Ein solches System ist zu teuer für Ihren Betrieb? Wenn Sie dieser Meinung sind, überzeugt Sie vielleicht Folgendes:

Sie stellen von einem Produkt 30.000 Stück her. Bei einem Defekt ist es ohne Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit möglicherweise erforderlich, die gesamte Produktion, d. h. bis zu 30.000 Produkte zurückzurufen. Mit der Rückverfolgbarkeitsoption ausgestattet, müssen vielleicht nur 300, vielleicht sogar noch weniger Produkte zurückgerufen werden. Das ergibt für Sie wesentliche Kosteneinsparungen und weniger Vertrauensverlust beim Kunden. Denn nur die wirklich betroffenen Kunden müssen angeschrieben werden. Ein öffentlicher Produktrückruf wie im Falle Toyotas (und auch anderer Autokonzerne) entfällt.

So gehen Sie bei der Installation eines Traceability- Systems in 5 Schritten vor

1. Schritt: Verschaffen Sie sich einen Überblick über sämtliche

Fertigungsschritte

Zunächst brauchen Sie eine Übersicht darüber, welche Fertigungsschritte ein Bauteil durchläuft. Legen Sie auch die Herkunft der Bauteile fest (interne Produktion oder Zulieferfirma). So erhalten Sie eine genaue Übersicht, welche Teile wann eingebaut werden.

2. Schritt: Kennzeichnen Sie alle Teile

Oft ist nur ein einziges Bauteil innerhalb einer ganzen Charge für Probleme verantwortlich. Um dieses zu finden, müssen Sie jedes Bauteil kennzeichnen. Welches Verfahren sich dafür anbietet, ist abhängig von der Größe, der Art und dem Einbauort des Bauteils . Sie können die Kennzeichnung z. B. mittels Barcode oder RFID codiert auf dem Bauteil anbringen oder im Klartext (z. B. mittels Laserbeschriftung).

Auf einer Leiterplatte sind bis zu 500 Bauteile aus unterschiedlichen Chargen aufgebracht. Jede Leiterplatte wird mit einem Bar Code versehen. Er ist sozusagen das erste Bauteil auf der Leiterplatte und trägt die Fertigungsnummer. Da die folgenden Teile somit auf eine identifizierbare Platine gesetzt werden, lassen sich ihre Chargennummern exakt dieser Platine zuordnen. Vor der Auslieferung der Baugruppe wird die Fertigungsnummer mit einer Kundennummer verknüpft und zusammen mit allen anderen Fertigungsdaten in einer Datenbank abgelegt.

3. Schritt: Binden Sie Ihre Lieferanten mit ein

Ein Traceability-System arbeitet dann am erfolgreichsten, wenn Sie ein durchgängiges Konzept vom Lieferanten bis zum Kunden haben. Setzen Sie sich also frühzeitig mit Ihren Lieferanten zusammen, um ein einheitliches System zu entwickeln.

4. Schritt: Finden Sie den passenden externen Partner

Ein passendes Traceability-System lässt sich nicht nebenher installieren. Suchen Sie sich daher am besten ein Unternehmen, das in diesem Bereich über die notwendige Erfahrung verfügt. Lassen Sie sich Referenzen über die erfolgreiche Einrichtung eines Traceability-Systems vorlegen , am besten in einem mittelständischen Unternehmen, das der Größe Ihres Betriebs entspricht.

5. Schritt: Bauen Sie ein Netzwerk auf

Für die Kennzeichnung der Bauteile, die Speicherung und das Auslesen der Daten brauchen Sie und Ihre Partner eine passende Infrastruktur, denn bei der Einrichtung eines Traceability- Systems ist eine ganz andere Auslieferung notwendig. Diese sollte in einem Netzwerk aufgebaut sein, auf das jeder Partner Zugriff hat.

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