Nachhaltige Schwachstellenanalyse

Nachhaltige Schwachstellenanalyse

Sicherlich heißt eine Devise auch in Ihrem Betrieb: „Kosten sparen“. Dabei stehen Ihnen 2 unterschiedliche Ansätze zur Verfügung:

* Sie konzentrieren sich auf wenige Bereiche, die ein hohes Potenzial versprechen.
* Sie sparen in allen Bereichen ein paar Prozent und die Summe aller Einsparungen führt dann zum erwünschten Ergebnis (Rasenmähermethode).

Die erste Methode führt schneller zu einem Erfolgserlebnis, da die Hebelwirkung sehr groß ist. Auf der anderen Seite sind die potenziellen Gebiete (Personalkosten, Investitionsabbau etc.) auch nur sehr begrenzt vorhanden. Für den 2. Weg brauchen Sie Informationen aus allen Bereichen und Abteilungen Ihres Betriebes. In der Produktion liefert Ihnen ein Netzwerk aus Sensoren die Daten über die einzelnen Prozesse, die Sie dann optimieren können. Auf das gesamte Unternehmen bezogen sind die effektivsten Sensoren Ihre Mitarbeiter.


Nutzen Sie die Erfahrungen Ihrer Mitarbeiter

Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Mitarbeiter, dem eine Schwachstelle auffällt, sich selbstverständlich bei Ihnen oder seinem direkten Vorgesetzten melden wird. Vielleicht ist er sich der Tragweite seiner Erkenntnis nicht bewusst oder ihm fehlt einfach der Anreiz, aktiv zu werden, es kann aber auch sein, dass er schon einmal negative Erfahrungen gemacht hat, als er eine Idee vorgetragen hat.


Führen Sie eine Mitarbeiterbefragung durch

Um das Wissen Ihrer Mitarbeiter zu erschließen, müssen Sie eine Mitarbeiterbefragung durchführen. Das geschieht in Form von Fragebögen. Kündigen Sie die Aktion vorher an und weisen Sie auf den Nutzen hin. Stellen Sie heraus, dass es auch um die Verbesserung der Arbeitssituation jedes Mitarbeiters geht, denn bequeme und effektive Prozesse führen auch zu Einsparungen. Für besonders gute Ideen können Sie natürlich auch eine Prämie in Aussicht stellen.

Erstellen Sie unterschiedliche Fragebögen, die auf die einzelnen Abteilungen zugeschnitten sind. Beim Einkauf gibt es andere Schwerpunkte als in der Produktion. Lassen Sie aber trotzdem Raum für allgemeine Anmerkungen und Ideen. Die Fragen sollen zum Nachdenken anregen. Lassen Sie die Fragebögen von den Abteilungsleitern der einzelnen Bereich erstellen oder zumindest überprüfen und verbessern. Formulieren Sie die Fragen einfach und verständlich. Jeder Mitarbeiter soll den Fragebogen ausfüllen und abgeben, auch wenn kein Potenzial entdeckt wurde. Wählen Sie als Bearbeitungszeitraum ca. eine Woche. Auf den Kopf des Fragebogens gehören der Name des Mitarbeiters, sein Arbeitsplatz und das Datum der Befragung.

Der Betriebsrat hat bei einer Befragung nur dann ein Mitspracherecht, wenn personenbezogene Daten erhoben werden oder Rückschlüsse auf einzelne Mitarbeiter möglich sind. Beziehen Sie ihn aber auf jeden Fall mit ein und demonstrieren Sie, dass die Aktion für alle von Interesse ist.

Musterfragen (Abteilung Produktion):

* Gibt es an Ihrer Maschine Stillstandzeiten?
* Welche Gründe für Ausfälle sind Ihnen bekannt?
* Sind Ihnen Stillstände an anderen Anlagen bekannt?
* Wie hoch schätzen Sie den Anteil fehlerhaft produzierter Teile in Ihrem Bereich (in Prozent)?
* Wo liegen Ihrer Meinung nach die Ursachen für diesen Ausschuss?
* Was würden Sie am Fertigungsablauf verbessern? Was stört Sie?
* Ist Ihr Arbeitsplatz gut ausgestattet?
* Fügt sich Ihr Arbeitsplatz optimal in den Fertigungsablauf ein?
* Wie alt ist die Anlage, an der Sie arbeiten?
* Müssen Sie manchmal auf Bauteile oder Werkzeug warten?
* Ist Ihr Arbeitsumfeld angenehm? (Ist es zu warm, zu kalt? Zieht es? Ist die Beleuchtung zu hell oder zu dunkel?)
* Erkennen Sie innerhalb des Betriebs Bereiche, wo es Ihrer Meinung nach zu Verschwendungen kommt?

Werten Sie die Antworten aus den Fragebögen in Arbeitsgruppen aus. Die Zusammensetzung sollte möglichst abteilungsübergreifend sein. Unterteilen Sie die Antworten der Wichtigkeit nach in Kategorien (z. B. A: sehr wichtig, B: wichtig, C: weniger wichtig). Alle Antworten und Vorschläge aus dem Bereich A und B sollten auf jeden Fall einer genauen Untersuchung unterzogen werden. Auch die Realisierbarkeit ist zu berücksichtigen. So könnte sich als Ergebnis auch ein Katalog mit weniger wichtigen, aber leicht realisierbaren Vorschlägen ergeben.

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