Die Vorteile von „Just-in-time“-Lieferungen

Die Vorteile von „Just-in-time“-Lieferungen

Vorratshaltung kostet Geld. Daher setzt sich immer mehr durch, Lieferungen erst dann anzunehmen, wenn sie für die Weiterverarbeitung gebraucht werden. Wichtig ist, dass Sie sich auf Ihre Zulieferer verlassen können und dass die Qualität stimmt. Lagerhaltung ist teuer. Und kein Betrieb kann Geld verschenken. Da liegt der Gedanke nahe, einen Teil der von Ihnen benötigten Zulieferprodukte auf eine „Just-in-time-Lieferung“ umzustellen. Bei der Just-in-time-Lieferung wird das Zulieferteil genau zum benötigten Zeitpunkt an Sie, den Abnehmer, geliefert. Zweck ist es, den Produktionsfluss Ihres Betriebes wirtschaftlicher zu machen. Hauptziele dabei sind,

* das Wareneingangslager so gering wie möglich zu halten und damit Lagerkapazitäten zu sparen,
* weniger Kapital durch Lagerkapazitäten zu binden,
* die Fertigung und Montage zu flexibilisieren und
* Wareneingangsprüfungen wegfallen zu lassen.

Gerade der letzte Punkt aber birgt einen entscheidenden Nachteil: Da Sie die Wareneingangskontrolle und damit auch die Qualitätssicherung auf Ihren Zulieferer übertragen, müssen Sie in regelmäßigen Abständen überprüfen, ob Ihre Qualitätsanforderungen auch eingehalten werden:

* So legen Sie z. B. regelmäßige Audits zur Kontrolle Ihrer Qualitätsanforderungen fest (total quality control).
* Sie können einfordern, dass Sie uneingeschränkte Einsicht in die von Ihrem Zulieferer verwahrten Dokumente erhalten.

Just-in-time-Lieferungen erfordern eine enge Zusammenarbeit zwischen Ihrem Betrieb und dem Zulieferunternehmen. Voraussetzungen sind:

* Sie müssen sicher sein können, dass der Zulieferer zuverlässig und pünktlich liefert. Denn eine unpünktliche Lieferung von Waren kann – im schlimmsten Fall – zu empfindlichen Maschinenstillstandzeiten in Ihrem Betrieb führen.
* Da die Wareneingangskontrolle entfällt, sollte der Zulieferer weitestgehend fehlerfreie Ware („Null-Fehler-Produktion“) liefern. Denn das Aussortierung von fehlerhaften Produkten oder das Nacharbeiten verursacht hohe Kosten, die von vornherein vermieden werden sollten.

Das bieten Sie Ihrem Zulieferer als Gegenleistung

Just-in-time-Lieferungen verursachen vor allem beim Zulieferer eine Vielzahl von Problemen:

* Die Flexibilität beim Abnehmer geht zu Lasten der Fertigungssicherheit beim Zulieferer,
* die Lieferunterlagen sind oft nicht eindeutig und genügend detailliert, so dass in der Fertigungsphase nachgebessert werden muss, und
* die Transportkosten steigen.

Diese gleichen Sie aus, indem

* Sie in Ihren Verträgen Liefermengen oft über Monate oder Jahre im Voraus verbindlich festlegen. Damit werden für Ihren Zulieferer die Geschäftsbeziehungen zu Ihnen deutlich kalkulierbarer als vorher,
* Sie mit Ihrem Zulieferer eine Abnahmegarantie festlegen, in der Sie ihm zusichern, Ihren Bedarf ausschließlich bei ihm und keinem anderen Unternehmen zu decken.

*Fazit:* Ob die Just-in-time-Lieferung für Ihren Betrieb mehr Vor- als Nachteile bringt, können Sie nur durch eine genaue Analyse ermitteln. Wenn Sie – zumindest teilweise – auf Just-in-time-Lieferungen umstellen, müssen Sie mit Anlaufschwierigkeiten seitens der Zulieferfirmen rechnen. Diese können in Einzelfällen sogar mehrere Monate dauern. Berücksichtigen Sie das bei Ihrer Vertragsgestaltung.

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