Strategische Planung: Mit der Zielpyramide zum Erfolg

Strategische Planung: Mit der Zielpyramide zum Erfolg

Jeder strategische Planungsprozess setzt die Formulierung einer Zielvorstellung voraus. Die Unternehmenshierarchie der Ziele legt die Vorgaben fest. Sie lässt sich in Form einer Pyramide darstellen:

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Im konkreten Fall werden die einzelnen Ebenen der Pyramide mit Aussagen (Slogans) gefüllt, die das jeweilige Ziel prägnant formulieren. Von oben nach unten werden die Ziele dabei immer differenzierter und konkreter.


1. Die Vision

An der Spitze der Zielhierarchie steht eine allgemein und grundsätzlich gehaltene Vorstellung („Vision”) von der künftigen Rolle des Unternehmens oder der Abteilung: die (Unternehmens-)Philosophie. Gute Visionen sind:

* kurz und prägnant,
* leicht verständlich,
* einprägsam und
* inspirierend.

Sie unterstützen so den Zusammenhalt und die gemeinsame Umsetzung des gesteckten Ziels.

Visionen können durchaus „abgehoben” formuliert sein. Sie stellen keine greifbaren Ziele dar, sondern eine bildliche Vorstellung des Zielzustandes, wie etwa: „Kein Schnupfen ohne Tempo”.
„Wir setzen Meilensteine auf dem Gebiet der … mit … unseren Kenntnissen der …”

2. Das Leitbild

Langfristige Perspektiven, welche die grundsätzlichen Ziele, Normen und Werte des Unternehmens festlegen, definieren nicht das unternehmerische Ziel, geben aber die Richtung an. Das Leitbild soll die langfristige Lebens- und Entwicklungsfähigkeit einer Organisation sicherstellen. Meist stammen die Aussagen dabei aus folgenden Themen:

* die Grundidee hinter den eigenen Produkten und Dienstleistungen
* die Kundenbeziehung
* das angestrebte Verhältnis zu Lieferanten, Kunden und Kapitalgebern
* das angestrebte Verhältnis zur kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Umwelt und zur Ökologie

Unternehmensleitbilder oder Führungsgrundsätze sind Orientierungshilfen für das Verhalten der Mitarbeiter gegenüber den Partnern des Unternehmens. Sie liefern die Grundsätze für die Verwirklichung der Vision.

*Beispiel für einen Slogan:* „Wir sind die erfahrensten, kontinuierlichsten Spezialisten auf dem Gebiet der …”

3. Die Unternehmensziele

Unternehmensziele sorgen für eine Präzisierung der bewusst vage gehaltenen Vision und des Leitbildes. Auf welchen eigenen Stärken bauen wir? Auf welche Trends in der Umwelt reagieren wir? Was müssen wir tun, um langfristig Erfolg zu haben? Zur Beantwortung der Fragen können Sie nun Zahlen ins Spiel bringen, aber auch absolute Ziele wie die Verteidigung der Marktführerschaft.

*Beispiele für Unternehmensziele auf dieser Ebene sind:*

* Verbesserung der Marktstellung des Unternehmens
* Verteidigung der Marktführerschaft
* Sicherung der Unabhängigkeit des Unternehmens
* Verbesserung der Eigenkapital- bzw. Fremdkapitalrentabilität

Die Ziele sollten dabei klar und widerspruchsfrei formuliert sein.

„Wir wollen innerhalb von 5 Jahren Deutschlands führender Anbieter von … im Geschäftskundenmarkt werden.”


4. Geschäftsbereichsziele

Geschäftsbereichsziele definieren aus den Unternehmenszielen ableitbare, quantitativ messbare strategische Vorgaben für einzelne Geschäftsbereiche, etwa der Return on Investment (ROI) als Einfluss auf den Erfolg. Der ROI setzt Faktoren der

* Wettbewerbsposition
* Marktcharakteristika
* und die Kapital- und Produktionsstruktur ein.

Geschäftsbereichsziele müssen zahlenmäßig erfassbar und überprüfbar sein, wie „Marktführer” oder „Weiterer Ausbau der Monopolstellung um x Prozent”.

*Beispiel für einen Slogan:* „Wir honorieren außerordentliche Leistungen überdurchschnittlich.”

5. Funktionsbereichsziele

Das ist die Ebene der Kennzahlen, beispielsweise mit Hilfe von sogenannten Scorecards. Darunter versteht man Kontrollsysteme, die für einzelne Bereiche eine Leistungskontrolle bieten. Finanzielle Vorgaben werden etwa in geldbezogenen Größen ausgewiesen. Im Kundenbereich arbeitet man mit Kennzahlen wie dem Anteil unzufriedener oder abgewanderter Kunden, Bekanntheit im Zielmarkt oder der Qualitätsbeurteilung durch den Kunden.
Kommt es zu einer Abweichung von den Vorgaben, müssen die Ursachen analysiert und gegebenenfalls rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Dies ist die Schnittstelle zur Operativen Planung.

„Wir machen jeden Montag eine Abteilungskonferenz zur besseren Kommunikation der Aufgaben” oder „Wir sind stets ansprechbar für unsere Kunden, Antwort erfolgt innerhalb von x Tagen.”
Entwickeln Sie die für Ihre Abteilung sinnvollen Vorgaben in der Pyramide. Wie ist die Positionierung Ihrer Abteilung und welches sind die nachhaltigen Wettbewerbsvorteile? Welcher Kapitalbedarf wird in Zukunft benötigt, und reicht dafür die Unternehmensgröße und -form aus? Notieren Sie zunächst die Antworten in Stichworten und formulieren Sie dann daraus Ihre Slogans für die Pyramide.

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