Statische Methoden der Investitionsrechnung

Statische Methoden der Investitionsrechnung

In der nachfolgenden Abbildung sehen Sie einen Überblick über die statischen Methoden der Investitionsrechnung, die Sie zur schnellen Bewertung von Investitionen heranziehen können.

*Die Kostenvergleichsmethode* setzen Sie ein, wenn Sie die Einnahmen nur schwer bestimmen können. Es werden nur die Ausgaben, die mit der Investition verknüpft sind, aufsummiert und verglichen. Realisiert wird die kostengünstigste Alternative.

*Die Gewinnvergleichsmethode* können Sie einsetzen, wenn Sie zusätzlich die je Periode zu erwartenden Einnahmen schätzen können. Sie trägt diesen Namen, obwohl Sie faktisch die aufsummierten Cash-Flows miteinander vergleichen. Sie müssen einfach nur die Cash-Flows der einzelnen Perioden zusammenrechnen. Bei einem Vergleich zweier Alternativen wählen Sie die Investition mit dem höheren Gesamt-Cash-Flow.

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*Die Renditenvergleichsmethode* können Sie einsetzen, wenn Sie den Quotient aus Cash-Flows und Anfangsausgabe berechnen möchten. Dieser Quotient heißt auch Return on Investment (ROI). Sie sollten bei Anwendung dieser Methode den durchschnittlichen Periodengewinn ermitteln, da Renditezahlen in der Regel auf ein Jahr bezogen sind („per anno”, p.a.).

Mit der *statischen Amortisationsrechnung* bestimmen Sie den Zeitpunkt, an dem erstmals die Summe der Einnahmen die Summe der Ausgaben überschreitet. Sie sollten diese Methode einsetzen, wenn Sie das finanzielle Risiko der Investition abschätzen möchten.

Als Beispiel für eine statische Methode der Investitionsrechnung führen wir die Gewinnvergleichsmethode durch. Sie soll bei der Entscheidung für die richtige Alternative helfen.

*Alternative A:*

  Zeitpunkt 0 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr Summe
Cash-Flow – 100.000€ -20.000€ 110.000€ 40.000€ 30.000€

*Alternative B:*

  Zeitpunkt 0 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr Summe
Cash-Flow -100.000€ 70.000€ 50.000€ 10.000€ 30.000€

Offensichtlich ergibt die Gewinnvergleichsmethode dass beide Alternativen gleichwertig sind.

Statische Methoden sind so genannte Hilfsmethoden oder Überschlagsmethoden. Sie helfen bei einer schnellen Abschätzung des Ergebnisses, da Sie sie bereits im Kopf berechnen können. Allerdings wird dabei die zeitliche Struktur der Einnahmen und Ausgaben und somit der Cash-Flow vernachlässigt.

Sie werden in obigem Beispiel anhand der Verläufe der Cash-Flows bestimmt die Alternative B vorziehen, da diese bereits im ersten Jahr einen hohen Cash-Flow verspricht. Das frei werdende Geld können Sie schließlich wieder in neue Objekte investieren oder auf der Bank zu einem sicheren Zinssatz anlegen.

Setzen sie die statischen Methoden also nur ein, wenn keine ausgeprägten Unterschiede der Cash-Flows zwischen den einzelnen Jahren bestehen oder wenn der zeitliche Verlauf nicht exakt prognostiziert werden kann.

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