So entsteht Motivation – von innen und außen

So entsteht Motivation – von innen und außen

Motivation ist eine zentrale Voraussetzung für das Engagement Ihrer Mitarbeiter. Das ist unbestritten.

Wie aber entsteht Motivation?

Grundsätzlich werden 2 Arten unterschieden:

* Die Motivation von außen – im Fachjargon extrinsische Motivation genannt
* Die Motivation von innen – im Fachjargon intrinsische Motivation genannt

Zur Motivation von außen gehören z. B:

* Druck,
* die Androhung unangenehmer Konsequenzen,
* aber auch die Aussicht auf mehr Gehalt oder mehr Freizeit.

Die Motivation von außen wird von vielen Menschen schnell als Manipulation empfunden. Sie verpufft daher häufig bereits nach kurzer Zeit oder kann sogar völlig misslingen. Denken Sie nur an das obige Beispiel von Herrn Hüssel.

Auf der anderen Seite kann sie allerdings auch sehr erfolgreich sein – wenn Sie die Bedürfnisse des Mitarbeiters exakt treffen. Ein Mitarbeiter, für den Freizeit eine sehr große Rolle spielt, lässt sich durch die Aussicht auf ein oder 2 freie Tage sehr gut motivieren. Vermeiden Sie aber in jedem Fall alles, was als Druck oder Drohung empfunden werden könnte.

Bei der Motivation von innen handelt der Mensch aus eigenem Antrieb – z. B. aus Freude, Interesse, Neugier oder dem Wunsch, eine Aufgabe besser lösen zu können. Im Mittelpunkt steht hier die Arbeit „an sich“ – und nicht nur die Gehaltszahlung.

Wie Sie Ihre Mitarbeiter „innerlich“ motivieren können – dafür gibt es leider keine Patentrezepte: Denn jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse und auf Grund dessen auch unterschiedliche Motive, sich zu engagieren und motiviert an eine Aufgabe heranzugehen. Um einen Mitarbeiter zu motivieren, müssen Sie also zuerst einmal seine Motive herausfinden und diese Motive dann gezielt ansprechen. Oder um mit den Worten des französischen Schriftstellers Antoine des Saint-Exupéry zu sprechen:

„Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.“


Nutzen Sie die 4 Motivatoren

Nun gibt es nahezu unendlich viele einzelne Motive. Die Forschung hat aber herausgefunden, dass im Wesentlichen immer 4 Grundmotive – die Motivatoren – die Triebfeder für den persönlichen Einsatz sind. Dazu gehören:

# Sicherheit: Dazu gehören der sichere Arbeitsplatz, das gewohnte Arbeitsumfeld und regelmäßige Gehaltszahlungen.
# Anerkennung: Mitarbeiter wollen von Kollegen und auch von Vorgesetzen anerkannt werden.
# Prestige und Status: Dazu gehört der Wunsch, beruflich vorwärts zu kommen, befördert zu werden und mehr Geld zu verdienen.
# Persönliches Vorwärtskommen und persönliche Entfaltung: Hier finden sich Motive wie neue Herausforderungen, Erweiterung des Horizonts und Verwirklichung eigener Ideen.

Die 4 Motivatoren stehen nicht nebeneinander, sondern bauen in einer Pyramide aufeinander auf.

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Das Streben nach Anerkennung spielt z. B. nur eine untergeordnete Rolle, wenn der Arbeitsplatz – also die Sicherheit – gefährdet ist. Prestige und Status sind eher uninteressant, wenn die Anerkennung durch Kollegen oder den Vorgesetzten fehlt.


Behalten Sie die Zufriedenheit mit dem Umfeld im Auge

Die 4 Motivatoren allein sorgen nicht für eine hohe Motivation von innen. Sie bilden zunächst einmal die Basis. Wie stark sich ein Mitarbeiter letztendlich engagiert, hängt von der Zufriedenheit mit dem Umfeld – den „Hygienefaktoren“ – ab. Die wichtigsten dieser Faktoren sind:

* Die „Unternehmenspolitik“
* Das Verhältnis zu Kollegen
* Die Beziehung zum Vorgesetzten
* Der Arbeitsplatz
* Die Arbeitsbedingungen

Je zufriedener ein Mitarbeiter mit diesen Faktoren ist, desto höher ist seine Motivation, desto besser ist die Wirkung der 4 Motivatoren. Oder anders herum ausgedrückt: Je unzufriedener ein Mitarbeiter mit den Hygienefaktoren ist, desto geringer ist die Wirkung der Motivatoren, desto geringer ist seine Motivation.

Frau Pfeiffer arbeitet seit 6 Monaten als Elektronik-Ingenieurin in der Konstruktionsabteilung eines Elektromaschinenbauunternehmens. Sie hatte ihre neue Stelle mit viel Enthusiasmus und Ehrgeiz angetreten. Für Ihren beruflichen Aufstieg war sie bereit, ihr ganzes Wissen und Können in die Arbeit einzubringen. Bereits nach wenigen Monaten hatte sie jedoch das Gefühl, dass ihr Vorgesetzter Herr Dr. Pfahl sie nicht ernst nimmt. Frau Pfeiffer sitzt seitdem ihre Arbeitszeit nur noch ab und achtet darauf, dass sie möglichst wenig zu tun hat.

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