Mit der GROW-Methode motivieren Sie Ihre Mitarbeiter zu eigenverantwortlichem Handeln

Mit der GROW-Methode motivieren Sie Ihre Mitarbeiter zu eigenverantwortlichem Handeln

Mitarbeiter, die auch Mitdenker sind, machen Ihnen als Betriebsleiter das Leben einfacher. Je mehr Verantwortung jeder Einzelne übernehmen darf, desto besser für das Gesamtergebnis. GROW zeigt einen praktikablen Weg dahin. Als technische Führungskraft tragen Sie viel Verantwortung und sind in vielen Dingen auch der alleinige Ansprechpartner. Deshalb suchen Sie nach neuen Wegen, um Ihre Mitarbeiter zu mehr Eigeninitiative zu bewegen. Einer davon heißt GROW.

GROW lässt sich schnell und einfach umsetzen. Allerdings sollten Sie Ihre Mitarbeiter zuvor in das Prinzip einweisen, z. B. beim jährlichen Zielvereinbarungsgespräch.

GROW setzt sich aus 4 Stufen zusammen:

* *G*oal (Ziel)
* *R*ealität
* *O*ptionen
* *W*illensbekundungen


So setzen Sie GROW in 4 Schritten um

Schritt 1: Goal – wie sieht der Wunschzustand aus?

Bitten Sie Ihren Mitarbeiter, kurz zu beschreiben, wie der gewünschte Idealzustand aussieht. Wie sollte die Arbeitssituation aussehen, wenn alle Hindernisse beseitigt sind? Sicher werden Sie jetzt zu hören bekommen, welche Schritte Ihr Mitarbeiter bereits unternommen hat, um das Problem zu lösen. Doch darum geht es nicht. Fragen Sie ihn konkret, welche Ziele er für die bestehende Situation hat. Häufig wird Ihr Mitarbeiter in dieser Situation mehrere Ziele nennen. Bitten Sie ihn aber, sein Ziel konkret in einem Satz zusammenzufassen.

Die Wartungszeiten für die Maschine sollen um 10 % reduziert werden.

Schritt 2: Realität – wie sieht die Wirklichkeit aus?

Lenken Sie die Aufmerksamkeit jetzt darauf, was aktuell fehlt, um das von Ihrem Mitarbeiter beschriebene Ziel zu erreichen. Es geht dabei darum, den aktuellen Zustand zu beschreiben und keine Schlüsse auf die Zukunft zu ziehen.

Eine Reduzierung der Wartungszeiten ist deshalb momentan nicht möglich, weil es immer wieder zu Ausfällen der Elektronik kommt.

Tauchen zu viele Details auf, fragen Sei Ihren Mitarbeiter, was am wichtigsten ist, um den Idealzustand zu erreichen. Bitten Sie ihn, das Ergebnis seiner Überlegungen schriftlich festzuhalten.


Schritt 3: Optionen – welche sind möglich?

Fragen Sie Ihren Mitarbeiter, was er glaubt, selbst tun zu können, um die wichtigsten Hindernisse zu beeinflussen. Konzentrieren Sie sich dabei auf Möglichkeiten, die er bisher noch nicht ausprobiert hat. Wird das Problem immer wieder nach außen verlagert („Die anderen machen nichts …”), dann fragen Sie, ob dieses das wirklich wichtigste Problem ist. Lenken Sie das Problem auf neue Ansätze, nicht auf die, die bereits diskutiert wurden.


Schritt 4: Willensbekundung – welche Maßnahmen kann Ihr Mitarbeiter ergreifen?

Ihr Mitarbeiter hat nun verschiedene Vorschläge gemacht, was er als Nächstes tun kann. Fragen Sie ihn nun, ob er es auch wirklich tun wird. Ihr Mitarbeiter sollte konkret über die reale Umsetzung nachdenken. Oft tauchen an dieser Stelle noch einmal Unsicherheiten auf. Geben Sie ihm deshalb Zeit, diese Gedanken auszusprechen und gegebenenfalls nach weiterer Unterstützung zu suchen. Fragen Sie außerdem, wann Ihr Mitarbeiter die geplante Maßnahme umsetzen wird. Legen Sie abschließend einen Termin fest, bis wann Ihr Mitarbeiter den Beschluss umsetzen wird.


Checkliste: So führen Sie Ihre Mitarbeiter zu mehr Eigenverantwortung

1. Entwickeln Sie zusammen mit jedem Mitarbeiter Maßstäbe, nach denen er selbst die Qualität seiner Arbeit beurteilen kann.  
2. Loben Sie, wenn sich jemand für Dinge engagiert, die außerhalb seines Aufgabenbereichs liegen.  
3. Kritisieren Sie nicht, wenn unverlangtes Engagement fehlt.  
4. Fördern Sie die Entwicklung einer Arbeitskultur, die immer mehr Mitarbeiter dazu veranlasst, sich unverlangt zu engagieren.  
5. Überwinden Sie Klagen und die darin ausgedrückte Weigerung, eine Situation zu verändern, indem Sie das Interesse des Mitarbeiters daran hinterfragen.  
6. Besprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern, wie die Situation zu verändern ist, so dass sie die Konsequenzen daraus tragen können.  
7. Machen Sie sich bewusst, dass letztlich jeder Mitarbeiter selbst dafür verantwortlich ist, seine beruflichen Chancen zu nutzen.  
8. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter ihre Wünsche und Ziele selbst formulieren und die Schritte benennen, mit denen sie ihre Ziele erreichen wollen.  
9. Reagieren Sie auf die Entscheidungen Ihrer Mitarbeiter für ihr Berufsleben mit Konsequenz: ohne Engagement keine Anerkennung und Förderung.  
10. Kümmern Sie sich nur um ernsthafte Probleme, die Ihre Aufmerksamkeit fordern.  
11. Überlassen Sie die Lösung kleinerer Probleme Ihren Mitarbeitern: Das gehört zu ihren Freiräumen.  
12. Überrollen Sie Ihre Mitarbeiter nicht mit Ihrem Können und Wissen, wenn sie Ihren fachlichen Rat suchen.  
13. Regen Sie die Kreativität Ihrer Mitarbeiter durch offene Fragen an.  

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