Erstunterweisung der neuen Azubis im August: Legen Sie von Anfang Wert auf maximale Sicherheit

Erstunterweisung der neuen Azubis im August: Legen Sie von Anfang Wert auf maximale Sicherheit

Wie jedes Jahr im August beginnt das neue Ausbildungsjahr. Und mit ihm kommen auch die neuen Auszubildenden in Ihren Betrieb. Doch jungen Arbeitnehmern fehlt es an Erfahrung. Sie sehen Unfallrisiken bei neuen Aufgaben oft nicht. Deshalb tragen sie auch ein erhöhtes Unfallrisiko: In Europa liegt die Wahrscheinlichkeit, dass 18- bis 24-Jährige am Arbeitsplatz einen Unfall erleiden, um mindestens 50 % über der anderer Altersgruppen. Gerade deshalb sollten Sie sich erfolgreich um die Sicherheit und Gesundheit Ihrer Azubis kümmern. Dabei müssen entsprechende Präventionsmaßnahmen nicht teuer sein.

Stellen Sie wichtige Informationen für die Erstunterweisung zusammen

§ 12 Abs. 1 Arbeitsschutzgesetz legt fest: „Der Arbeitgeber hat die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit während ihrer Arbeitszeit ausreichend und angemessen zu unterweisen.“ Als technische Führungskraft sollten Sie diese Aufgabe persönlich übernehmen, denn oft kennen Sie mögliche Gefahren besser als viele andere in Ihrem Betrieb.

Halten Sie für den Auszubildenden deshalb sämtliche Informationen zum Arbeitsschutz bereit, die er haben muss. Dazu zählen z. B.:

* Verhalten im Brand- und Alarmfall,
* Fluchtwegspläne,
* Verhalten bei Arbeits- und Wegeunfällen,
* Einsatz der Persönlichen Schutzausrüstung,
* Kontaktinformationen zu Erste-Hilfe-Organisation und -einrichtungen.

Stellen Sie alle wichtigen Informationen über Ihren Betrieb zusammen. Manche Informationen liegen schon schriftlich vor, z. B. Pläne der Rettungswege. Händigen Sie dem Auszubildenden eine persönliche Mappe mit diesen Unterlagen bei der Einweisung aus. Bei umfangreicheren Unterlagen, z. B. den Unfallverhütungsvorschriften, sollte in der Mappe ein Hinweis sein, wo diese einzusehen sind.


Wenden Sie diese 5 Tipps an

1. Sprechen Sie keine Selbstverständlichkeiten an

Jeder Auszubildende weiß, dass er nicht in einen heißen Ofen greifen sollte. Bei solchen Aussagen fühlt er sich nicht ernst genommen. Die Wirkung Ihrer Unterweisung verpufft dadurch.

2. Planen Sie eine praktische Unterweisung

Gestalten Sie die Unterweisung möglichst anschaulich. Gehen Sie mit dem Auszubildenden die Verkehrswege ab und zeigen Sie ihm, wo die Feuerlöscher angebracht sind. Planen Sie keine zu theoretische Veranstaltung.

3. Learning by doing

Lassen Sie den Azubi mitmachen, denn so lernt er am meisten. Stellen Sie eine konkrete Situation her und fragen Sie den Azubi, ob und welche Gefahren er sieht. Erklären Sie die Handhabung einer Augendusche und lassen Sie den Azubi den Ablauf wiederholen. So wecken Sie seine Motivation zum Zuhören.

4. Erstunterweisung für jedes Level

Klären Sie ab, welche Kenntnisse und Fähigkeiten Sie voraussetzen können. Hat der Azubi bereits ein Betriebspraktikum hinter sich, können Sie andere Kenntnisse voraussetzen als bei einem „Frischling“.

5. Gruppengröße

Für eine praktische Unterweisung sollten Sie eine Gruppengröße von 5 Azubis nicht überschreiten. Nur so ist gewährleistet, dass sich alle Teilnehmer einbinden lassen.

Hinweis: Lassen Sie sich die Unterweisung schriftlich bestätigen. Das dient auch dem Nachweis, dass Sie die gesetzlichen Vorschriften erfüllt haben.

Überlegen Sie, ob Sie Azubis aus höheren Ausbildungsjahren in die Unterweisung der „Neuen“ einbinden wollen. Viele Jugendliche nehmen Vorschriften leichter an, wenn ihnen der Sinn durch einen Gleichaltrigen vermittelt wird. Dadurch wird ein Austausch „auf Augenhöhe“ möglich.

* **Selbstverständlich können Sie den Spezial-Report auch unabhängig von einer Newsletter-Anmeldung anfordern. Schreiben Sie uns dazu bitte eine kurze E-Mail mit Link zu dieser Seite.

Copyright © 2019 Produktionsportal. Impressum | Datenschutz