KVP im Rahmen Ihres Umweltschutzmanagements

KVP, Umweltmanagement, PDCA-Zyklus

Ich empfehle Ihnen generell, jeglichen Verbesserungen den PDCA-Zyklus zugrunde zu legen. Unabhängig davon, ob es sich um ein Verbesserungsprojekt im Qualitätsmanagement, Arbeitsschutzmanagement oder – wie hier – um Umweltschutzmanagement handelt:

So gehen Sie vor: Sie …

Phase des PDCA-Zyklus – Plan

… wissen, dass zukünftig externe Belange und Einflüsse stärker in Ihrem Umweltschutzmanagementsystem berücksichtigt werden müssen. Demzufolge erkennen & analysieren Sie Probleme, ermitteln Ursachen und suchen nach potenziellen Lösungen.

… verstehen die Erfordernisse und Erwartungen der an Ihrem Unternehmen interessierten Parteien und bewerten sie dahingehend, ob aus ihnen konkrete Anforderungen für Ihr Unternehmen und seinen Umweltschutz erwachsen (können).

… widmen Umweltzielen und den damit verbundenen Maßnahmen, die zur Erreichung Ihrer Umweltziele erforderlich sind, eine größere Aufmerksamkeit.

… ermitteln rechtliche Verpflichtungen, besorgen sich Sicherheitsdatenblätter o. Ä.

… ermitteln Umweltaspekte (Beispiele: Lärmemission, Umwelt gefährdende Gefahrstoffe) und bewerten diese bzgl. Ihrer (Aus-)Wirkungen (Emissionen, toxische Wirkung) auf die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter, auf negative Kosten für Ihr Unternehmen, auf Öffentlichkeitswirkung usw.

… erkennen Verbesserungspotenziale und legen Zielsetzungen und Prozesse fest, um Ihre Umweltpolitik den Praxisanforderungen anzupassen bzw. die Belastung der Umwelt zu vermeiden. Beispiel: Reduzierung von Emissionen, Schonung von Ressourcen o. Ä.

… legen Kennzahlen fest, mit denen Sie Ihre Umweltziele beschreiben und an denen Sie die Zielerreichung und die Umweltleistung Ihres Unternehmens messen.

Phase des PDCA-Zyklus – Do

… bewerten Lösungen, planen Verbesserungsmaßnahmen und führen diese nach dem Prinzip „was ist von wem bis wann zu tun“ durch.

… schaffen bei Ihren Mitarbeitern ein Bewusstsein für Umweltschutzmaßnahmen.

… führen Schulungen zu Umweltaspekten, Gefährdungsfaktoren usw. durch.

… erstellen Dokumentationen und Arbeitsanweisungen.

… erarbeiten Notfallpläne und Sofortmaßnahmen bei Umweltgefährdungen.

… führen Substitutionsprüfungen durch (kann z. B. ein gefährlicher Stoff durch einen weniger bedenklichen ersetzt werden?).

… testen und optimieren Ihre Lösungen.

…. legen einen neuen „Standard“ fest und führen diesen ein.

Phase des PDCA-Zyklus – Check

… stellen die Wirksamkeit Ihrer implementierten Korrekturmaßnahmen mittels Kontrollen und Audits sicher.

… überwachen und messen Ihre eingeführten Maßnahmen und Vorgehensweisen zum Umweltschutz.

… überprüfen im Rahmen von internen Audits regelmäßig die Einhaltung Ihrer Standards.

… führen im Bedarfsfall Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen ein.

Phase des PDCA-Zyklus – Act

… sichern den erreichten Zustand dauerhaft ab und sorgen mittels Nachhaltigkeitsaudits für Standards.

… bewerten die Ergebnisse der Umweltleistung Ihres Unternehmens.

… analysieren den Status Ihrer Maßnahmen.

… definieren Folgemaßnahmen bzw. passen Ihre ursprünglich vorgesehenen Maßnahmen an veränderte Rahmenbedingungen an.

… führen Workshops durch, behandeln das Thema Umwelt in Ihren Management Reviews und geben Feedback an Ihre Mitarbeiter.

PRAXISTIPP

Nehmen Sie das Thema Umwelt in eines Ihrer nächsten KVP-Meetings auf. Sollten Sie generell ein reines abteilungsinternes Meeting durchführen, dann nutzen Sie die Gelegenheit, Ihren Teilnehmerkreis um Mitarbeiter aus anderen, ebenfalls von Umweltthemen betroffenen Abteilungen zu erweitern.

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