Die richtigen Auffangwannen für wassergefährdenden Flüssigkeiten

Die richtigen Auffangwannen für wassergefährdenden Flüssigkeiten

Die vorschriftsmäßige Lagerung von wassergefährdenden Flüssigkeiten ist zum Schutz von Mensch und Umwelt in speziellen Anforderungen der Gesetzgebung (BetrSichV, TRbF, GefStoffV, Wasserhaushaltsgesetz (WHG), VawS etc.) geregelt. I § 1a WHG heißt es: „Die Gewässer sind als Bestandteil des Naturhaushalts und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu sichern (…)“. In § 3 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) wird der Arbeitgeber verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen zu treffen und die notwendigen Mittel bereitzustellen.

Lagern Sie Behälter, in denen sich brennbare oder nicht brennbare wassergefährdende Flüssigkeiten befinden? Sichern Sie diese durch geeignete Auffangwannen gegen Auslaufen und schützen Sie so das Grundwasser. Beachten Sie vor der Anschaffung diese wichtigsten 3 Punkte:


1. Achten Sie auf die ausreichende Größe

Die richtige Auffangwanne nimmt den Inhalt des größten Behälters (mindestens 10 % der eingelagerten Menge) auf. Bei Lagerung in Wasserschutzgebieten (soweit überhaupt zugelassen) muss die gesamte Lagermenge zurückgehalten werden (100 %).


2. Wählen Sie den richtigen Werkstoff

Der Stoff, den Sie lagern, bestimmt den Werkstoff, aus dem Ihre Wanne beschaffen ist.
Falls Sie in Beständigkeitslisten keine Vorgaben finden, kann der Werkstoff der Auffangwanne dem Werkstoff der Lagerbehälter entsprechen.

*Diese 2 grundsätzlichen Möglichkeiten haben Sie:*
# Verzinkte oder lackierte Auffangwannen aus Stahl für wassergefährdende, brennbare Stoffe, wie z. B. Öl oder Lack.
# Edelstahl- und Kunststoff-Auffangwannen (aus Polyethylen) für aggressive Chemikalien, wie z. B. Säuren und Laugen.

*Hinweis:* Kunststoffwannen sind korrosionsfrei, eignen sich aber nicht zur Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten!

Vorsicht bei Zusammenlagerung

Neben speziellen Zusammenlagerungsverboten beachten Sie zusätzlich, dass Sie keine Stoffe über einer Wanne lagern, die beim „Zusammentreffen“ miteinander reagieren. Denken Sie dabei nicht nur an die Beständigkeiten, sondern schließen Sie besonders bei Auffangwannen aus Polyethylen auch mögliche exotherme Reaktionen aus.


3. Welche spezielle Aufgabe wird Ihre Wanne erfüllen?

Neben dem zu lagernden Stoff bestimmt auch der spezielle Anwendungsfall die Auswahl Ihrer Auffangwanne. Stellen Sie sich vor der Anschaffung deshalb auch die folgenden Fragen:

# Wollen Sie ein oder mehrere Fässer oder Gefahrstoffcontainer (IBC = Intermediate Bulk Container) lagern?
# Wollen Sie die Gefahrstoffe transportieren?
# Wollen Sie die Gefahrstoffe abfüllen?
# Wollen Sie eine größere Fläche schützen?

Für jeden dieser speziellen Anwendungsfälle finden Sie zugeschnittene Sicherheitsauffangwannen. Z. B. Abfüllstationen mit Auffangwannen, fahrbare Auffangwannen und Bodenwannen (Flachwannen).


Beachten Sei den richtigen Umgang mit Ihrer neuen Auffangwanne

Sie dürfen Ihre Auffangwanne nur auf regengeschützten, ebenen Flächen aufstellen. Ob ein Anfahrschutz notwendig ist, ergibt sich aus den räumlichen Gegebenheiten. Lagern Sie die Gebinde so auf der Wanne, dass sie nicht über diese hinausstehen. Dadurch verhindern Sie ein Herunterfallen und im Falle einer Leckage werden austretende Flüssigkeiten aufgefangen. Füllen Sie aus einem Gebinde auf der Wanne ab, achten Sie darauf, dass sich die Auslauföffnung über der Wanne befindet. Ist dies auf Grund der Maße des Gebindes nicht möglich, schaffen Sie zusätzlich einen Vorsatzbehälter an. Leckagen aus Undichtigkeiten des Hahnes sowie nachtropfende Flüssigkeiten fangen Sie dann sicher auf.

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