Ausfallzeiten mit Fernwartung reduzieren

Ausfallzeiten mit Fernwartung reduzieren

Das kennen Sie doch sicherlich aus Ihrem Alltag: Eine Maschine hat mal wieder den Dienst eingestellt und will partout nicht mehr anlaufen. Sie informieren den zuständigen Techniker, der sich entweder im Haus befindet oder bei einer externen Betreuung von außerhalb anfahren muss. Ihr Mitarbeiter oder der Kundendiensttechniker setzt die Software zurück, spielt die Parameter neu ein und startet die Anlage wieder. Kein großes Problem, doch die personenbezogene Inspektion, Wartung und Reparatur verteilter Systeme sind zeitaufwändig und damit kostenintensiv.


Spezialisierte Anbieter stehen zur Verfügung

Aus diesem Grund bieten viele Hersteller, Systemanbieter oder auch spezialisierte Servicefirmen Möglichkeiten zur Fernwartung an. Bei größeren Unternehmen rentiert sich ein Zugriff von entfernter Stelle aber durchaus auch für den betriebseigenen Techniker.


Telefonanlagen und EDV-Systeme als Wegbereiter

In wirklich großem Stil wurden Fernwartungssysteme zuerst im Bereich der Telekommunikation (TK) eingesetzt. Das lag auf der Hand, denn eine Telefonanlage ist über das Leitungsnetz von jeder externen Stelle erreichbar. Außerdem stellten die Anbieter dieser Systeme fest, dass ein Großteil der Fehler lediglich auf einer falschen Bedienung, einer Fehlprogrammierung oder einem Verlust der Programmdaten basierte. Der Zugriff auf eine TK-Anlage wird dabei über eine eigene Rufnummer, einen zusätzlichen Code oder durch Erkennen der anwählenden Telefonnummer eingeleitet.

Durch die enge Verbindung zwischen Telefonanlage und EDV-System lag es nahe, den Zugriff auch auf die IT eines Unternehmens zu erweitern. Auf den Servern laufen aber in zunehmendem Maß auch die Wartungs- und Konfigurationspro-gramme der Maschinen und sonstigen Anlagen und so schließt sich der Kreis und macht eine betriebsübergreifende Infrastruktur für Fernwartungszugriffe notwendig.


Die Fernwartung kann am Firmennetzwerk „andocken“

Neben dem Telefonnetz stellt ein Netzwerkzugriff intern oder über das Internet die geeignete Methode für eine Fernwartung dar. Dabei kommt sinnvollerweise ein spezieller Server zum Einsatz. Auf diesem Rechner befinden sich alle Konfigurations- und Entwicklungssysteme, mit denen auf die einzelnen Geräte zugegriffen werden kann.


Die Kontrolle bleibt bei Ihnen

Wenn Sie die Möglichkeit nutzen wollen, dass jemand von außen auf Ihre Systeme zugreifen kann, müssen Sie sicherstellen, dass dies nur autorisierte Personen tun können. Dazu gibt es die unterschiedlichsten Sicherungsver-fahren, die auch aus dem Office-EDV-Bereich bekannt sind. Mit einer Firewall können Sie z. B. bestimmte Zugriffe abwehren oder erlauben. Jeder Netzwerkteilnehmer im Inter- oder Intranet verfügt über eine MAC-Adresse. Diese ist einmalig auf der Welt und wird hardwaremäßig im Netzwerkadapter spezifiziert. In der Firewall können Sie nun für den Wartungsserver nur die MAC-Adressen festlegen, für die ein Zugriff erlaubt wird. Außerdem können Sie über so genannte Portfreigaben definieren, für welche Systeme der Zugriff geöffnet wird und das Ganze natürlich über Passworteingaben zusätzlich schützen.

Welche Anlagenteile sich für eine Fernwartung eignen

Für eine Fernwartung besonders geeignet sind Anlagen und Systeme, bei denen die Funktion maßgeblich auf Software basiert. Werden manuelle Eingriffe notwendig, ist abzuklären, ob ein wirtschaftlicher Umbau möglich ist. Auch bei älteren Anlagen, die nicht für eine Fernwartung konzipiert sind, lassen sich bestimmte Funktionen durch die Integration von Sensoren und Aktoren nachträglich umrüsten. Es besteht auch die Möglichkeit einer „Assistenz-Fernwartung“, das heißt, ein entfernter Mitarbeiter steuert bestimmte Funktionen und gibt einem weniger qualifizierten Arbeitnehmer vor Ort Anweisungen, wie und was er zu tun hat. Klären Sie zu Beginn der Planung die folgenden Fragen:

Fixieren Sie schriftlich die Ursachen für Ausfälle (Software, Bedienungsfehler etc.)?  
Wie oft fällt das System oder die Anlage aus? Häufige Ausfälle machen eine Fernwartung besonders sinnvoll.  
Wie viele der Fehler hätten über eine Fernwartung beseitigt werden können? Wurden Teile getauscht oder nur das Programm neu konfiguriert?  
Wie hoch waren die Kosten der Reparatur?  

Wie viel Zeit wäre durch eine Beseitigung der Fehler per Fernwartung gespart worden?

 

Schätzen Sie die Wegezeiten.

 
Ist eine Anbindung der zu wartenden Systeme ans Firmennetzwerk möglich?  

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