Alles vernetzt: Das bringt Ihnen Industrie 4.0

Industrie 4.0, Software, Datentechnik

Kaum ein Begriff geistert in der letzten Zeit so intensiv durch die Medien wie das Schlagwort „Industrie 4.0“. Doch wenn Sie gezielt nachfragen: „Was ist das überhaupt?“, dann wird Ihnen kaum jemand eine wirklich konkrete Antwort geben.

Der Begriff „Industrie 4.0“ ist clever gewählt, denn die Versionierung „4.0“ stammt aus dem Softwarebereich und deutet somit den eindeutigen Bezug zur Datentechnik an. Die „0“ stellt weiterhin klar, dass nur die erste Stufe erreicht ist und es sicherlich eine Weiterentwicklung gibt. Doch anders als bei den Vorgängern ist die Abgrenzung wesentlich komplexer und schwieriger. Das liegt daran, dass die mit „Industrie 4.0“ bezeichnete 4. industrielle Revolution keinen harten Umbruch infolge einer neuen Technologie bedeutet.

Bei den 3 Vorläuferrevolutionen gab es diese Umbrüche durch die Nutzung der Dampfmaschine, das Aufkommen der Fließbandtechnologie bzw. den Einsatz von Computern im industriellen Umfeld.

Bei der „4. Revolution“ geht es dagegen um die Verarbeitung von Daten in vernetzten Systemen. Solche Technologien gibt es auch heute schon. Sie werden sich in der Industrie 4.0 aber weiterentwickeln. Wenn es überhaupt ein Schlagwort gibt, das Industrie 4.0 umreißt, dann wäre es „systemübergreifende Vernetzung“.

Cyber-physische Systeme und das Internet of Things in der Industrie 4.0

Industrie 4.0 wird voraussichtlich gekennzeichnet sein durch:

● das „Internet der Dinge“ (Internet of Things, IoT): Hier kommunizieren nicht nur Menschen über eine InternetInfrastruktur, sondern kleinste Systeme wie Sensoren oder Aktoren; und

● „cyberphysische Systeme“ (CPS): Hier ist – anders als im IoT – die Art der Kommunikation absolut offen und die Komplexität in der Regel höher. Ein weiterer Unterschied liegt in der Betrachtung der Einzelkomponenten: Eine IoT-Komponente ist in der Regel ein sehr kleines Computersystem, das über eine Netzwerkschnittstelle verfügt. CPS-Komponenten gibt es nicht, denn die Definition bezieht sich immer auf das komplette System.

Diese Chancen bietet Ihnen die 4. Industrierevolution

Kern von Industrie 4.0 ist das Erzeugen, Verarbeiten und Auswerten von Daten innerhalb einer vernetzten Struktur. Für die Instandhaltung können sich daraus die folgenden Anwendungen ergeben:

● Sie bekommen zu jedem Zeitpunkt eine Aussage über den momentanen Istzustand aller Systeme (Total Condition Monitoring).

● Der Hersteller Ihrer Maschinen hat ebenfalls Zugriff auf die Zustandsdaten und kann seine Qualität und seinen Service verbessern.

● Sie haben die Auslastung der Ressourcen befreundeter Unternehmen im Blick und können bei einem Ausfall darauf zurückgreifen.

Fazit: Beobachten Sie die Entwicklung und nutzen Sie, wasfür Sie brauchbar ist. Fallen Sie aber nicht auf Versprechenherein wie „Wir machen Sie in 3 Tagen fit für Industrie 4.0“ oder „Unsere Produkte sind Industrie-4.0-tauglich“. Hier handelt es sich um unseriöse Marketingkampagnen. Denn so konkret ist Industrie 4.0 derzeit nicht greifbar.

Copyright © 2018 Produktionsportal. Impressum | Datenschutz