Wie Sie die Wassergefährdungsklasse Ihrer Produkte selbst berechnen

Wie Sie die Wassergefährdungsklasse Ihrer Produkte selbst berechnen

Die wassergefährdenden Eigenschaften von Stoffen und Stoffgemischen werden durch die Wassergefährdungsklasse (WGK) beschrieben. Nutzen Sie die Rechenregel und kalkulieren Sie die WGK Ihrer Stoffgemische in wenigen Schritten selbst.

Die Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe (VwVwS) regelt die Einteilung von Stoffen und Stoffgemischen in Wassergefährdungsklassen. Mithilfe der nachstehenden Aufstellung können Sie die WGK für Ihre Stoffgemische in nur 8 Schritten selbst bestimmen.


Die 8 Rechenschritte

# Entnehmen Sie zu jedem Bestandteil Ihres Gemischs aus Abschnitt 15 des Sicherheitsdatenblatts die WGK.
# Ergänzen Sie die Angaben um die Konzentration des Stoffs im Gemisch.
# Addieren Sie die Konzentrationen der Komponenten mit WGK 1, WGK 2 und WGK 3.
# Vergleichen Sie die Summe aller WGK-3-Stoffe mit den Konzentrationen in der Zeile „WGK 3“. Liegt die Konzentration bei 3 % oder darüber, gilt die Einstufung WGK 3 für das Gemisch.
# Liegt die Konzentration der WGK-3- Stoffe im Bereich von 0,2 – 3 %, gilt die WGK 2.
# Sind in Ihrem Gemisch keine Komponenten mit WGK 3 enthalten, vergleichen Sie die Summe aller WGK- 2-Stoffe mit den Konzentrationen in der Zeile „WGK 2“.
# Sind in Ihrem Gemisch keine Komponenten mit WGK 2 enthalten, vergleichen Sie die Summe aller WGK- 1-Stoffe mit den Konzentrationen in der Zeile „WGK 1“.
# Zuletzt prüfen Sie, ob in dem Gemisch Stoffe enthalten sind, denen der R-Satz 45 „Kann Krebs erzeugen“ zugeordnet ist. Diese bewirken bereits bei einer Konzentration von 0,1 % oder weniger die Einstufung in eine WGK.


Welche Konsequenzen die WGK 3 hat

Lagern Sie in Ihrem Betrieb mehr als 1 t Chemikalien der WGK 1, mehr als 1 t Produkte der WGK 2 oder über 100 kg als WGK 3 eingestuftes Material, muss Ihre Anlage regelmäßig durch Sachverständige geprüft werden. Lassen Sie sich in diesem Fall von der für Ihren Betrieb zuständigen Wasserbehörde beraten.

Die Bestimmung der WGK für Stoffgemische über die Rechenregel und auf Basis von Prüfdaten ist ausführlich in Anhang 4 der VwVwS beschrieben.

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